Essen und Pausen mit Kindern in Las Vegas: Buffet, Dinner-Show und Touren mit Mahlzeit
Aktualisiert 11. September 2026 · 5 Min. Lesezeit
Am Strip liegen viele Restaurants in den großen Resorts, darunter beide Buffets und die Dinner-Show aus diesem Artikel. Der Weg zum Essen führt dort oft durch den Spielbereich, in dem Kinder nicht stehen bleiben dürfen, und er ist länger, als der Lageplan vermuten lässt. Mit hungrigen Kindern zählt beides. Dazu kommt die Hitze: Im Sommer bestimmt sie, wann ihr draußen seid, und damit auch, wann und wo ihr esst.
Dieser Artikel sortiert, wo Familien satt werden, bei welchen Touren das Essen schon im Preis steckt und wo ihr zwischendurch Pause machen könnt, ohne etwas zu bezahlen. Die Regeln für Minderjährige im Casino und die Ausgangssperre stehen im Überblick Las Vegas mit Kindern.
Buffet: viel Auswahl, aber nicht zu jeder Uhrzeit
Das Buffet ist die Mahlzeit, mit der Las Vegas berühmt wurde, und für Familien hat es einen echten Vorteil: Jedes Kind nimmt sich, was es mag, und niemand wartet auf einen Teller, den am Ende keiner isst. Zwei Beispiele zeigen, wie weit die Spanne reicht.
Excalibur. Das Buffet im Excalibur am südlichen Ende des Strip ist das einfache Modell. Es hat täglich von 7 bis 14 Uhr geöffnet, eine Reservierung braucht es nicht, und samstags und sonntags gibt es Brunch. Das Resort ordnet es in seine günstigste Preisklasse ein. Kinder von 5 bis 11 Jahren zahlen laut Preisliste von Montag bis Donnerstag 18,99 US-Dollar statt 32,99, und derzeit isst je bezahltem Erwachsenenessen ein Kind kostenlos. Abends ist es geschlossen – wer es als Abendessen einplant, steht vor verschlossener Tür.
Bacchanal im Caesars Palace. Das Gegenmodell ist nach Angabe des Hauses das größte Buffet in Las Vegas, mit mehr als 250 Gerichten auf über 2.300 Quadratmetern. Von Montag bis Donnerstag gibt es zwischen 14:30 und 16 Uhr ein frühes Abendessen für 69,99 US-Dollar pro Person, nur mit Reservierung. Für Familien passt diese Uhrzeit oft besser als der späte Abend. Kinderpreise nennt die Seite des Resorts nicht, fragt beim Reservieren danach. Badekleidung ist nicht erlaubt, Schuhe und Oberteil sind Pflicht. Wer direkt vom Pool kommt, zieht sich vorher um.
Ob sich ein Buffet für ein Kleinkind lohnt, das drei Nudeln isst, hängt davon ab, was das Resort für kleine Kinder verlangt. Für Kinder, die gut und viel essen, ist es meist die entspanntere Wahl als ein Restaurant mit Karte. Wie sich die Kosten eines ganzen Familientags zusammensetzen, rechnet der Artikel zum Familienbudget nach.
Dinner-Show: Essen ohne Besteck
Die Show „Tournament of Kings“ im Excalibur verbindet Abendessen und Vorstellung in eineinhalb Stunden. Auf der Bühne läuft eine Rittergeschichte mit Pferden, Pyrotechnik und Lanzenkampf, am Tisch ein Essen im mittelalterlichen Stil. Besteck gibt es nicht, gegessen wird mit den Händen. Tickets gibt es ab 61,88 €.
Laut Buchungsseite gibt es Brathähnchen mit Brötchen, außerdem ein vegetarisches Menü ohne Nüsse und Erdnüsse und ein Kindermenü mit Chicken Tenders, das nur für 4- bis 12-Jährige gilt. Sonderwünsche beim Essen müssen spätestens vier Stunden vor der Show angemeldet sein. Kinder bis drei Jahre kommen kostenlos hinein, sitzen dann aber auf dem Schoß und teilen das Essen mit dem Erwachsenen. Ab vier Jahren zahlt ein Kind den vollen Preis und bekommt einen eigenen Platz und ein eigenes Essen. In den Bewertungen erwähnen einige Gäste, dass es in der Arena kühl ist; eine Jacke für die Kinder schadet nicht.
Was Pferde, Pyrotechnik und Lichteffekte für empfindliche Kinder bedeuten, steht im Artikel Las Vegas mit Schulkindern. Weitere Vorstellungen findest du bei den Shows und Tickets.
Ausflüge: wo das Essen im Tourpreis steckt
Auf einem langen Ausflug entscheidet das Essen mit darüber, wie der Tag für Kinder läuft. Bei manchen Touren ist es enthalten, bei anderen nicht. Am Grand Canyon West dürft ihr laut den Hualapai kein eigenes Essen auf das Gelände mitnehmen, mehr dazu bei Grand Canyon mit Kindern. Ein Blick auf die Leistungen der Buchungsseite erspart dort Ärger.
Grand Canyon West und Hoover Dam mit zwei Mahlzeiten. Die Tagestour mit den meisten Bewertungen im Bestand dieser Seite dauert zehn Stunden und kostet ab 85,26 €. Laut Buchungsseite hält der Bus kurz nach der Abfahrt an einem Restaurant außerhalb der Stadt, dort gibt es etwa 45 Minuten lang ein warmes Frühstück am Tisch. Mittags folgt am Guano Point ein Barbecue mit Blick in den Canyon, mit Hähnchen sowie vegetarischen, veganen und glutenfreien Varianten. Gekühltes Wasser in Flaschen ist dabei, und der Bus hat eine Toilette an Bord. Für Kinder ist das mehr wert, als es klingt: Eine feste Mahlzeit am Morgen und eine am Mittag geben einem langen Tag Halt.
Kleine Gruppe mit Picknick. Eine Variante in kleiner Gruppe mit Guano Point, Eagle Point, Skywalk und Hoover Dam dauert zwölf Stunden, ab 176,55 €, und nennt ein Picknick zum Mittagessen. Zwei Stunden länger unterwegs zu sein, ist mit Kindern kein kleiner Unterschied.
Valley of Fire mit Sandwich. Kürzer und für jüngere Kinder leichter ist die sechsstündige Tour ins Valley of Fire für höchstens 13 Personen, ab 85,26 €. Laut Buchungsseite macht die Gruppe 40 Minuten Mittagspause bei den Seven Sisters, es gibt ein Sandwich im Deli-Stil, Wasser in Flaschen ist inbegriffen. Kinder unter sechs Jahren brauchen während der Fahrt einen Kindersitz oder eine Sitzerhöhung, und wer mit Baby reist, muss die eigene Babyschale mitbringen.
Ausritt mit Barbecue am Abend. Ein Ausritt bei Sonnenuntergang durch die Wüste mit anschließendem Barbecue am Lagerfeuer dauert sechs Stunden, ab 137,79 €. Auf den Teller kommen laut Anbieter Steak oder Hähnchen vom Mesquite-Grill, Ofenkartoffel, Maiskolben, Brötchen und Apfelkuchen. Kinder müssen mindestens sechs Jahre alt sein, bis zwölf Jahre tragen sie einen Helm. Gegessen wird erst nach Sonnenuntergang, zurück seid ihr entsprechend spät. Das passt zu Kindern, die abends lange durchhalten, weniger zu solchen, die früh ins Bett müssen.
Weitere Ausflüge mit und ohne Verpflegung findest du bei den Wüsten- und Nationalparktouren und den Grand-Canyon-Touren ab Las Vegas.
Pausen: kühl, kostenlos und ohne Spielautomaten
Die meiste Kraft verlieren Kinder in Las Vegas nicht bei den Attraktionen, sondern auf den Wegen dazwischen. Plant Pausen deshalb ein, bevor jemand danach verlangt.
Zurück ins Hotel. Die einfachste Pause ist das eigene Zimmer, am besten in der heißesten Zeit des Tages. Rechnet den Weg mit ein: In den großen Resorts führt er vom Eingang durch Casino, Einkaufspassage und Aufzugshallen, und das dauert länger, als man denkt.
Das Conservatory im Bellagio. Der Wintergarten des Bellagio, offiziell Conservatory & Botanical Gardens, kostet keinen Eintritt und ist rund um die Uhr geöffnet. Auf rund 1.300 Quadratmetern wechselt die Gestaltung mit den Jahreszeiten. Zwischen zwei Ausstellungen wird umgebaut, dann bleibt er einige Tage geschlossen: vom 13. bis 18. September 2026, vom 8. bis 13. November 2026 und vom 3. bis 8. Januar 2027. Ab dem 19. September steht die Herbstausstellung. Wer genau in diesen Tagen kommt, plant eine andere Pause.
Wasser immer dabei. Im Sommer ist Trinken keine Nebensache. Nehmt auf jeden Weg draußen Wasser mit. Bei der Grand-Canyon-Tour mit zwei Mahlzeiten und bei der Tour ins Valley of Fire ist Wasser in Flaschen laut Buchungsseite im Preis enthalten. Was die Hitze für den Tagesablauf bedeutet, steht im Familienüberblick. Weitere Ideen für drinnen sammeln die Erlebnisse in Las Vegas.
Wann du es lieber lässt
Das Excalibur-Buffet als Abendessen. Um 14 Uhr ist Schluss. Für den Abend braucht ihr einen anderen Plan.
Das Bacchanal mit einem Kleinkind, das wenig isst. Solange ihr den Kinderpreis nicht kennt, zahlt ihr womöglich viel für wenig. Erst fragen, dann reservieren.
Die Rittershow mit Sonderwünschen in letzter Minute. Wer ein anderes Essen braucht, meldet es spätestens vier Stunden vorher an. Für ein Kind, das nicht eineinhalb Stunden am Tisch sitzen mag, ist auch die Show selbst lang.
Den Ausritt mit Kindern unter sechs. Der Anbieter nimmt sie nicht mit.
Den Grand Canyon West mit Babynahrung im Rucksack, ohne vorher zu fragen. Mitgebrachtes Essen ist dort nicht erlaubt. Klärt mit dem Betreiber, wie das für Babynahrung oder besondere Kost gehandhabt wird.